Montag, 19. Oktober 2015

Ein Sommertraum

Im Traum des Sommers,
herrscht der Winter.
Mit Kälte, Angst, Tod.

Hinter geschlossenen Lidern,
verdirbt das Glück.
Hinter eisigen Gittern,
bleibt unversucht.
Die Freiheit.

Hinter zerrissenen Lippen,
zerstäubt still der Geist.
Hinter falschen Geschichten
erliegt das Sein.
Der Meinung.

Hinter elender Schmach,
verwittert der Widerstand.
Hinter weißer Fassade
wird langsam umgebracht.
Die letzte Hoffnung.

Im Tod des Sommers,
beraubt ihn der Winter.
Die Freiheit, Meinung, Hoffnung.

Samstag, 26. September 2015

Fremde Bäume

Gefangen im Netz der Fremde,
gekettet an alte Märchen.
Zeit hängt in den Bäumen,
die unbekannte Lieder flüstern.

Geflohen in eine andere Welt,
gefunden das eiserne Gefühl,
in der Leere zu schweben,
alte Melodien zu vermissen.

Verbrennende Träume tropfen
von den dunklen Zweigen.
Sie kriechen zum Licht,
versickern im Augenmoos.

Leise Raunen die Stimmen
und recken ihre Blätter.
Am Rande der neuen Welt
lauern Einsamkeit und Zorn.

Doch Irgendwann summen
die Zeitbäume bekannte Lieder,
gefangen im Netz der Fremde,
gekettet an alte Märchen.

Dienstag, 25. August 2015

Eiszeitlüge

Lange sehen die Sommertänze
dem drohenden Abendrot entgegen

Schweigend lassen sie sich abführen
vom Herbstlaub an den Bäumen

Leise flüstert der Winter
schneidend scharfe Lieder in ihre Ohren

Nichts bleibt am vergangenen Horizont
als alte Erinnerungen vom Leben

In Ketten liegen die Belogenen
gegeiselt vom Frostlächler

Das Grün weicht dem groben Bunt
nur um im kalten Grau zu ersticken

Der Herbst verblendete den Sommer
der Winter gewann die Ewigkeit

Sonntag, 21. Juni 2015

Am Ufer der Euphorie

Am Ufer der Euphorie,
treibt sinkend das Gedankengut.

Lachend greift die Melodie
in die Geisterflüsse der Menge.
Sie wirbelt und tanzt,
durch dunkle Gefühle der Tiefe.

Schmale Gedankenwölfe schwimmen
an den Strand der Musiksteine.
Die dünne Haut der Hysterie
hängt den Schleier auf die Wirklichkeit.
Endlose Herzensvögel überfliegen
die Gefühlshirsche mit ihren Tränengeweihen.
Im Inneren der Seelentiere
fließt Endlosigkeit in Momente.

Im Rythmus der verstreichenden Zeit
vergehen alte Gefühle, gebären neue.
Die Geisterflüsse summen aufgeladen
und fließen in dieselben Lieder.

Am Ufer der Euphorie,
treibt sinkend das Gedankengut.

Freitag, 15. Mai 2015

Junge Vergangenheit

Ich träumte einst ein Leben
Ein Echo des echten
Gebettet in weiche Gedanken
verbunden mit Glück

Ich ahnte einmal
Was einbrechen würde
Verloren gehen würde
Ohne jegliche Erinnerung

Ich spürte im Traum
Die Weiten der Seele
Unerreichbare Grenzen
Dunkel beleuchtete Ecken

Ich erinnerte einmal
Schimmernde Geschichten
Glitzernde Hoffnungen
Die Augen voller Träume

Ich lebte einst einen Traum
Ein Echo des Zukünftigem
Gebettet in große Hoffnungen
Verbunden mit Unendlichkeit